WIR SORGEN DAFÜR, DASS LAND UND WIRTSCHAFT REGIONAL BLEIBEN

Nehmen wir die Fäden des "Geschäfte machen" nicht wieder selbst in die Hand, bleiben sie in den Händen globaler Geschäftemacher...Und wir bleiben die Konsumenten einer industriellen Produktion, die vornehmlich auf die eigene Effizienz und endloses Wachstum ausgerichtet sein wird. Diese Wirtschaftsweise wird von vielen Seiten für nicht nachhaltig gesehen und für große und negative Veränderungen auf unserem Planeten verantwortlich gemacht.

     SCHRITT 1: WIR BEZIEHEN EIN HAUS FÜR GEMEINSCHAFT
IN DER STADT MARBURG

Die Barfüßer-Straße, Weidenhausen oder das marburger Südviertel sind eine der lebendigsten Wohn- und Geschäftsstraßen in Marburg an der Lahn. Dort möchten wir ein geeignetes Haus finden, es gemeinschaftlich verwalten und beleben. Für den gemeinschaftlichen Betrieb eines Hauses eignet sich die Rechtsform der Genossenschaften. Sie fasst den Raum für solidarisches und demokratisches Wirtschaften per Gesetz ab. Mit der //TRANSPAREK Wohnungsgenossenschaft eG , die Stadtleben Marburg e.G. i.Gr. sowie der //Landhüter Wohnungs- und Landbaugenos-senschaft eG haben wir drei  Unternehmen gefunden, die voll und ganz hinter unseren Zielen stehen.

WIR VERSORGEN UNS LOKAL MIT DEN DINGEN, DIE WIR TÄGLICH BRAUCHEN 

Zahllose Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Rohstoffe gehen zur Neige. Das ist alarmierend! Ebenso die zunehmende Häufung von Erschöpfungszuständen und Zivilisationskrankheiten bei Mensch und Tier. Wir leben in dicht besiedelten Städten und fühlen uns trotzdem isoliert.

Lebensgemeinschaften, wie Sieben Linden in Deutschland, Damanhur in Italien und die Lebensgemeinschaft Tamera in Portugal zeigen, dass es möglich ist, vom Weg der Weltwirtschaft und bloßer Wachstumsorientiertheit abzuweichen. Die Menschen aus diesen Projekten berichten davon, wie viel Freude und Sinn in ihrem Leben wieder auftaucht durch gemeinschaftliches, selbstbestimmtes, lokales Handeln.

Wir haben einen nächsten Schritt gewagt und in Marburg einen Treffpunkt für den solidarischen Tausch von Lebensmitteln eingerichtet. Damit haben wir für Einzelpersonen und Kleingruppen einen weiteren Anlaufpunkt im wachsenden Netzwerk von solidarischer Ökonomie geschaffen. Es ist nun an der Zeit, die sich daraus ergebenden nächsten Schritte anzugehen, damit Nachhaltigkeit und Planungssicherheit für den Ausbau des Netzwerkes entstehen kann.

 

     SCHRITT 2: WIR ERWERBEN LAND
AM STADTRAND

Permakultur ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, naturnahen Kreisläufen zielt. Auch hier haben wir uns zur Sicherung der Besitzverhältnisse für die Rechtsform der Genossenschaft entschieden. Mit einer Schwestergesellschaft der TRANSPAREK Wohnbau, der //TRANSPAREK AgroForstEnergie eG haben wir einen Partner gefunden, der jedem von uns die Möglichkeit einräumt, Mitbesitzer an dem Grundstück zu werden. Die TRANSPAREK AgroForstEnergie eG ist eine Genossenschaft, die sich für eine unabhängige Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Rohstoffen engagiert.

DIE PERMA-OASE OCKERSHAUSEN

Ockershausen ist ein Stadtteil von Marburg an der Lahn, dessen landwirtschaftliche Flächen gut mit Linienbussen aus der Stadt zu erreichen ist. Dort gibt es eine hohe Anzahl an terassenförmigem Wiesen- und Ackegrund mit Streuobstwiesen und verwilderten Böschungen, mit alten Obstbäumen und Beerensträuchern. Viele Grundstücke sind nicht mehr in intensiver Bewirtschaftung. Dort haben wir ein erstes, verwildertes, Ackergrundstück erworben, dass sich hervorragend für die Einrichtung zu einem Schauobjekt für urbane Permakultur eignet. Unter dem Arbeitstitel PermaOase Ockershausen hat die Initiativgruppe im Jahr 2013 ihre Arbeit aufgenommen (Termine PermaOase Ockershausen).

So haben wir damit im Programm "Stadtleben mit Landliebe trifft Landleben mit Stadtliebe" einen Ort für Marburger geschaffen, sich aktiv an permakulturellen Projekten in einer nachaltigen Einrichtung einbringen zu können.  Die Initiatoren haben das Gemeinschaftsgrundstück derzeit für eine Bewerbung geöffnet und wenden sich an Interessenten, die ihr Projekt aus dem Bereich der Permakultur umsetzen möchten. Bewerbern wird in Aussicht gestellt eine Möglichkeit auf dem verwilderten Grundstück zu bekommen. Wenn Sie sich bewerben möchten, schicken Sie bitte ein formlose Bewerbung an die eMailadresse des Projektes PermaOase Ockershausen. Sie finden die Adresse über das Impressum.


     SCHRITT 3: WIR ETABLIEREN EIN EIGENES TAUSCHSYSTEM
UND BINDEN DIE PRODUKTE DER REGION EIN

Marburg hat historische Ortsteile, dessen Häuser von manchen Seiten nur über steile Gassen und Straßen zu erreichen sind. Auch diese Marburger Stadtteile blieben vom Wandel der Globalisierung nicht verschont und viele Lebensmittelgeschäfte und viele Händler mit Utensilien des alltäglichen Bedarfs befinden sich nun fern ab oder im Internet. Oftmals ist es entweder sehr anstrengend Güter und Waren ohne Fahrzeug auf den Berg zu transportieren, oder langwierig sie über das Internet zu bestellen. Deshalb sehen wir gerade hier einen hervorragenden Standort für neue Ladengeschäfte im Rahmen einer Solidarökonomie. Damit wir Stabilität und Wiederstandsfähigkeit für diese neuen Geschäfte des direkten Tausch und des Tauschhandel über Geld- und Gutscheinwährungen erhalten, werden wir eine eigene Lokalwährung verwenden, die lokales Handeln für alle Teilnehmer durchführbar und attraktiv macht.


KAUFHOF - DECKENBACH 

Marburg hat ein schönes hügeliges Umland mit vielen Wäldern und relativ kleinteiliger Landwirtschaft. Etwa 20km von Marburg entfernt haben wir einen Ort gefunden, an dem wir einen Pfeiler unserer Stadt - Landbrücke setzten möchten. In Homberg (Ohm) befindet sich die "Landhüternachbarschaft Deckenbach". Hier möchten wir einen Standort für regionale Permakultur entwicklen.

LAHNTALER SONNENSCHEINE

In dem Programm "Stadtleben mit Landliebe trifft Landleben mit Stadtliebe" sind für das Projekt Tauschsystem zwei regionale Basisgemeinschaften vorgesehen. Mit der Gründung der //Landhüter Wohnungs- und Landbaugenossenschaft eG im Jahre 2013 konnten wir eine der beiden Basisgemeinschaften bereits ins Leben gerufen. Im Jahre 2015 folgte die Gründung der Stadtleben Marburg eG (Genossenschaft in Gründung) die ihre Gründungsphase derzeit noch abschließt.